Die Sache mit dem glücklich sein..

Kaum ein Post wird auf meinem Instagram-Account so gut angenommen, wie, wenn es um das Thema Selbstliebe und glücklich sein geht. Ihr freut euch, dass ich so eine tolle Einstellung zum Leben habe und einfach glücklich bin. Und mit jedem lieben Kommentar, jeder privaten Nachricht, jedem „gefällt mir“, freue ich mich mit euch.

Doch ist „Einfach glücklich sein“ wirklich so einfach?

Ich bekomme unzählig oft die Fragen gestellt
„Wie machst Du das? Wie hast Du dir diese Einstellung angeeignet“

Ich würde euch sehr gerne eine Liste zusammenstellen, die ihr einfach abarbeitet und – zack – glücklich seid. Doch so funktioniert das nicht. Ich sage nicht, dass es einfach ist oder dass man diese Einstellung von heute auf morgen bekommt. Ich sage auch nicht, dass ich diese Einstellung 24/7 habe. Auch ich habe mal Tage, an denen es mir schwer fällt positiv zu denken. An diesen Tagen muss ich noch bewusster daran arbeiten.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wurde uns jahrelang ein Gedanke „eingetrichtert“, sei es von uns selbst oder von Außenstehenden, so sind wir der Meinung, dass dies der einzig wahre und richtige Gedanke ist. Wir denken, dass wir unser Leben lang diese Gewohnheiten, die durch Gedanken oder Momente entstanden sind, fortführen müssen. Veränderungen? Keine Chance.

In der heutigen Zeit, in der Selbstverwirklichung ganz groß geschrieben wird und die Selbstliebe bzw. Selbstakzeptanz immer wichtiger wird, sage ich euch
„Lasst Veränderungen zu“.

Ich habe am Anfang geschrieben, dass ich euch keine Liste zusammenstellen kann. Was ich jedoch tun kann ist, euch mitzuteilen, durch welche Gedanken oder Übungen ich meinem Ziel – dem bedingungslosen glücklich sein – Stück für Stück näher komme.

Freundschaften überdenken
Früher waren wir eventuell noch etwas „großzügiger“ was die Wahl unserer Freunde anging. Vielleicht wollte man dazu gehören, vielleicht wollte man cool sein. Im Laufe der Jahre stellt man jedoch fest, dass es immer wieder eine Veränderung im Freundeskreis gibt. Nur ganz wenige schaffen es auf die „Mit dir will ich im Alter da sitzen und über unser Leben sprechen“- Veranda.
Deswegen sollte man sich immer die Frage stellen, ob eine Person nun eine Bereicherung für das eigene Leben, Wohlbefinden und glücklich sein ist oder eben nicht. So hart das auch klingen mag. Aber jeder Mensch, der einen runterzieht, wird aussortiert. Schon mal aussortiert? Dann solltet ihr das befreiende Gefühl danach kennen. Man muss sich nicht für andere Personen geiseln oder verstellen. Werde ich nicht so akzeptiert, wie ich bin, handelt es sich um keine Freundschaft oder auch Partnerschaft. Mit solchen Menschen möchte ich meine wenige freie Zeit, die ich in meinem einzigen Leben habe, nicht verschwenden.

Prioritäten setzen
Einfach mal überlegen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Nicht für andere verstellen. Nicht 5 Mal die Woche ins Fitnessstudio rennen, das man garnicht mag, sondern lieber laufen gehen, weil einem das viel besser gefällt zum Beispiel. 

Zeit mit sich verbringen
In meinen Augen einer der wichtigsten Punkte. Niemals sonst nimmt man alles so bewusst um sich herum und in sich wahr, als wenn man Zeit mit sich selbst verbringt. Das kann am Anfang Angst machen. Erdrückend sein. Man fühlt sich vielleicht so alleine, wie nie zuvor. Aber das Gefühl vergeht. Seid ihr einfach schon mal für ein Wochenende alleine irgendwo hingefahren? Habt ihr an diesem Wochenende einfach das gemacht, wonach euch ist? Und wenn ihr den ganzen Tag nur im Hotelzimmer lagt? Einfach euren Gedanken nachhängt? Stundenlang am Strand oder in den Bergen spazieren gehen? Alleine ins Kino gehen? Sich alleine in ein Café zu setzen? In meinen Augen gibt es nichts wertvolleres, als Zeit mit sich selbst zu verbringen. Denn, wie heißt es so schön? Wer sich selbst liebt, kann leichter von anderen geliebt werden 🙂

Spiegelübung
Einfach vor den Spiegel stehen (angezogen oder nackt) und die Konturen des Körpers nachfahren. Sich positive Dinge laut sagen. Am Anfang kommt man sich vielleicht blöd vor. Aber je öfter man sich selbst etwas gutes sagt, desto leichter fällt es einem bzw. desto leichter glaubt man selbst daran. Ihr werdet euch und euren Körper auf einmal ganz anders wahrnehmen – glaubt mir 🙂

Gedanken Gedanken Gedanken
Das einfachste und schwierigste zugleich. Niemand, wirklich niemand kann unsere Gedanken beeinflussen. Keiner, außer wir selbst. Die meiste Zeit am Tag denken wir automatisch. Habt ihr schon mal versucht an garnichts zu denken? Richtig, klappt nicht. Denn selbst, wenn man versucht an garnichts zu denken, denkt man daran, dass man jetzt an nichts denken möchte. Tricky? Yes.
Ich habe gelernt, dass wir unsere Gedanken beeinflussen können. Dass das nicht einfach ist, möchte ich nicht bestreiten. Aber mal ehrlich: was hat man besser in der Hand, als seine persönlichen Gedanken. Also versucht es mal. Beeinflusst eure Gedanken. Möchtet ihr im Selbstmitleid baden. Findet ihr euch und die Welt scheiße? Dann führt ihr eure Gedanken (unterbewusst?!) mit Absicht in diese Richtung. Versucht mal aktiv dagegen zu wirken. Denkt positiv. Denkt was schönes. Denkt einfach an was anderes. Und schon seid ihr abgelenkt. Man kann nämlich auch nicht an 2 Sachen gleichzeitig denken 😉

Nicht alles tausend mal hinterfragen – einfach mal machen
Das einige Entscheidungen gründlich hinterfragt werden sollten, ist klar. Dass man sich erstmal Gedanken machen sollte, ist ja logisch. Aber wenn es dann soweit ist, dass man die Entscheidung gründlich hinterfragt hat, dann sollte man einfach mal machen. Nicht noch tausendmal hinterfragen und alle möglichen Eventualitäten ausmalen. Man weiß doch sowieso nicht, was in der Zukunft passiert. Deswegen kann man es ruhig auch einfach mal machen. Solange es sich gut anfühlt. Und glaubt mir: man merkt schnell, ob sich etwas gut anfühlt. Ich verwende mit Absicht nicht „richtig“ oder „falsch“. Denn es gibt kein richtig oder falsch. Wisst ihr, was es im schlimmsten Fall wird? Eine Erfahrung. Und auch wenn man dann denkt „Ja, aber ich kann ja nicht mehr zurück. Den Weg gibt es nicht mehr.“ Das ist richtig. Aber es gibt noch so viele andere Wege. Und hey – es hatte schon seinen Grund, warum man einen anderen Weg einschlagen wollte. Ohne Grund passiert nämlich garnichts.

Anfangen einen gesunden Egoismus zu entwickeln
Manche Menschen kommen damit nicht klar. Manche halten Dir vor, dass Du egoistisch bist und nur an Dich denkst. Selbstverliebt bist usw.
Und ich frage euch ganz ehrlich: Auf was kommt es denn sonst im Leben an? Will ich am Ende sagen „Hach war das schön, dass ich es immer allen anderen Recht gemacht habe. Völlig egal, wie es mir dabei ging. Mir ging es so oft schlecht. Aber dafür den anderen nicht.“ Ist das toll? Also ich weiß ja nicht. Ich finde, dass man selbst immer an 1. Stelle stehen sollte. Deswegen sollte man anfangen einen gesunden Egoismus zu entwickeln.

Positive Vibes
Selbsterklärend 😛 Positiv denken. Lächeln. Anderen Menschen auch mal Komplimente machen. Sich selbst auch. Nicht neiden. Nicht so viel lästern. Nicht so viel Hass. Einfach mal das negativ denken weglassen. Nicht immer vom schlimmsten ausgehen, sondern lieber vom schönsten. Alles was passiert, ist ok. Unser Körper und unser Herz halten mehr aus, als wir oft denken.

Leben und leben lassen
Erstmal: einfach leben. So, wie ich es für richtig halte. So, wie ich mich wohl fühle. So, wie ich glücklich bin.
Und dann.. lass ich andere auch genauso leben. So, wie sie es für richtig halten. So, wie sie sich wohl fühlen. So, wie sie glücklich sind.
Mehr Akzeptanz, weniger Oberflächlichkeit. Mehr Verständnis. Jeder Mensch hat einen guten Grund für sein Verhalten. Lieber öfter mal daran denken, bevor man urteilt.

Das wäre es erstmal. 🙂

Ich entscheide einfach, dass man Leben toll ist und ich glücklich bin. Und deswegen lebe ich es auch genauso. Auch mir fiel das am Anfang ziemlich schwer. Aber es wird immer leichter. Es ist tägliche Arbeit – ja.

Ich hoffe sehr, dass ich euch mit diesem Blogpost ein wenig helfen konnte 🙂

Fühlt euch alle gedrückt.

Eure Dani ♥

 

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5 Gedanken zu “Die Sache mit dem glücklich sein..

  1. Dankeschön für diesen tollen „Wegführer“👍
    Manchmal muss man im Leben wieder dran erinnert werden was zählt
    Und ich bin mir sicher das wird nicht das letzte mal sein das ich mir diesen Blogeintrag durchlesen werde😅
    Danke nochmal😊

    Gefällt mir

  2. Liebe Dani, einen tollen Post hast du da geschrieben. Vorallem das Thema „Freunde aussortieren“ finde ich klasse, denn damit habe ich schon vor vielen Jahren begonnen. Freunde, die mich nach einem Treffen aufregen oder zu viele negative Gedanken verbreiten müssen gehen. Klingt hart, aber so lebt es sich besser.

    Herzliche Grüße
    Helene

    Gefällt 1 Person

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