Wer nicht’s erwartet, wird auch nicht enttäuscht..

Wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht.

Ein sehr sehr weiser Spruch. Wie oft haben wir schon Enttäuschungen erlebt? Wie oft waren wir meist irgendwie selbst Schuld daran? Weil wir dachten, dass andere unsere Gedanken lesen können. Weil wir gehofft haben, dass manche Dinge doch so offensichtlich sind, dass ein Anderer so handelt, wie man selbst das tun würde. Weil wir doch selbst schon so oft gegeben haben und uns wünschen würden, dass wir davon etwas mehr zurück bekommen würden. Wir waren selbst Schuld an unserer Enttäuschung, weil wir zu hohe Erwartungen hatten. Weil wir überhaupt etwas erwarten.

Das Leben ist ein Geben und Nehmen..

So heißt es doch? So haben wir es gelernt. So wurden wir großgezogen. Gib Liebe und Du bekommst Liebe zurück. Gib Freundschaft und Du bekommst Freundschaft zurück. Gib Respekt und Du bekommst Respekt zurück. Klingt logisch? Ist es auch irgendwie. Doch wieso haben wir dann so oft das Gefühl, dass wir viel mehr geben als andere? Wieso fühlen wir uns manchmal nicht wichtig genug? Wieso erwarten wir so viel von anderen Menschen? Ein Schrei nach Aufmerksamkeit? Ein Schrei nach Verständnis? Ein Schrei nach Zuneigung? Nach Liebe?

Um einen herum hat man sehr viele Menschen. Manche sind nur flüchtige Bekannte, andere sind enge Freunde, wieder andere gehören zur Familie. Sie sind einfach da. Und sie bereichern dein Leben. Sie schenken dir tolle Momente. Sie leben ihr Leben gemeinsam mit deinem Leben. Und doch – jeder Mensch hat sein eigenes Leben. Jeder Mensch fühlt anders. Jeder Mensch denkt anders. Jeder Mensch hat andere Vorstellungen vom Leben. Jeder Mensch hat andere Erwartungen.

Und dann passiert es schon mal ganz leicht, dass man zu hohe Erwartungen an diese Menschen hat. Dass man generell etwas erwartet. Man gibt und gibt und gibt. Und erwartet als Gegenleistung nie etwas zurück. Weil man es gerne tut. Weil man selbst glücklich ist, wenn es andere in diesem Moment glücklich macht. Und dann gibt es aber manchmal einen Moment, da hat man das Gefühl, dass man zu viel gibt. Und gibt und gibt und gibt. Dass dann, wenn man gerne mal nehmen möchte, keiner bereits ist zu geben. Zumindest nicht von sich aus. Man hofft und wünscht und man erwartet. Man will es garnicht. Denn es ist nicht richtig Erwartungen zu haben. Kein Mensch weiß, was in dem Kopf eines anderen vorgeht. Kein Mensch weiß, dass der andere gerade etwas von ihm erwartet. Und doch tut man es. Man erwartet. Und man ist verletzt, weil diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Und plötzlich fühlt man sich alleine.

Und man sagt sich ständig

wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht.

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2 Gedanken zu “Wer nicht’s erwartet, wird auch nicht enttäuscht..

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