Was habe ich, was die Anderen nicht haben?

Das ist dein Leben, das ist wie du lebst.
Warum du liebst und lachst und dich selbst nicht so verstehst.
Warum du dir wieder so fremd bist, in einer doch so hellen Zeit.
Warum du den wieder vermisst, der dich sicher nicht befreit.
Ja genau, das ist dein Leben; das ist wie du lebst.
Warum wir manchmal fliegen; nicht mal wissen wie es geht.
Und wir immer wieder aufstehen und anfangen zu gehen.
Ja genau, das ist dein Leben und du wirst es nie verstehen.

Welche Frage ich mir momentan stelle?
Was habe ich, was die Anderen nicht haben..?

Wie wir festgestellt haben, wirft man heutzutage viel zu schnell etwas weg. Man lässt sich nicht mehr auf eine Sache richtig ein. Sei es nun der Job, eine Beziehung oder auch eine Freundschaft. Alles ist total schnelllebig geworden. Jeder träumt davon „sich selbst zu verwirklich“.. „sich selbst zu finden“.

Prinzipiell ja gar nicht mal so schlecht. Ich bin auch voll und ganz dafür, dass man sich darauf konzentrieren sollte, glücklich im Leben zu sein. Und wenn das nun mal heißt, dass man dazu ein Studium abbrechen sollte, sich von Menschen trennen muss oder in eine andere Stadt zieht, dann ist das so.

Das Problem ist meiner Meinung nach nur, dass man auf der Suche nach dem eigenen Glück keine Kompromisse oder Schwierigkeiten mehr wagen möchte. Man macht alles so, wie es einem gerade in den Kram passt. Gefühle der Anderen? Who cares…

Du bist nahezu perfekt..

Nahezu perfekt, also? Okay.. Und wer bitteschön ist perfekt? Mal ganz ehrlich – wer möchte denn perfekt sein? Wer möchte ein perfektes Leben, mit einem perfekten Job, dem perfekten Partner, den perfekten Freunden usw. Sind es nicht gerade die Augenblicke, die das Leben lebenswert, aufregend und spannend machen, die eben nicht perfekt sind?
Die Momente, in denen unser Auto nicht mehr anspringen mag, es zu regnen anfängt und wir auch noch feststellen, dass wir das Licht im Bad angelassen haben?
Worüber spricht man mehr? Über solche unperfekten Dinge oder darüber, wie perfekt der Tag mal wieder war.

Ganz klar, es ist immer die Frage, was wir aus der Sache machen. Positive Vibes und so.

Ich komme aber gerne nochmal auf meine Ursprungsfrage zurück..

Was habe ich, was die Anderen nicht haben?

Man hat heutzutage das Gefühl, dass man irgendwas mächtig beeindruckendes erlebt haben muss, um mitzuhalten. Irgendeine spannende Story aus dem Leben, die einen umhaut. Die Konkurrenz in allen Bereichen ist groß. Man liest und hört so oft von wunderschönen Frauen, dass sie das Gleiche erlebt haben. Und dann fragt man sich So eine wahnsinns Frau hat immer noch nicht Mr. Right getroffen? Wie soll ich das dann schaffen?!

Und damit formt sich die Frage im Kopf Was habe ich, was die Anderen nicht haben
Humor ?! Vorhanden                             √
Aussehen?! Check                                  √
Charakter?! Sauber                                √
Klasse?! Aber sicher                              √
Abenteuerlustig? jaaa                           √
Verrückt? Vll. ein bisschen                 √
Traumfraufähigkeiten? Zu 100 %      √

Ja wo ist denn dann der Unterschied? Wie ist man denn heutzutage überhaupt noch einzigartig. Wie schafft man es, dass es klick beim Anderen macht? Wenn man sich kaum noch von Anderen abheben kann..

Ich habe keine Antwort darauf – habt ihr sie? 🙂

Ich glaube, dass es sowas wie Schicksal gibt. Und wenn etwas sein soll, dann wird es sein – ohne wenn und aber. Dann braucht man sich diese Fragen nicht stellen. Dann ist das unwichtig geworden, dass man nur „nahezu perfekt“ ist. Im Leben macht nicht immer alles Sinn. Auch wenn wir den Sinn gerne bei allen Dingen verstehen möchten.

Man sollte sich nicht auf die Frage versteifen, was man selbst haben muss, was andere nicht haben. Jeder ist so, wie er ist. Und das ist auch gut so. 🙂

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben. Aber es hat nur genau so viel Sinn, wie wir ihm geben.

 

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2 Gedanken zu “Was habe ich, was die Anderen nicht haben?

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