Zu viel Sport? Gibt es das?

.. Ich sage ja!

Dabei möchte ich das allerdings nicht verallgemeinern. Denn, wie wir wissen, ist jeder Mensch anders. Jeder Körper ist anders, jeder Stoffwechsel ist anders und jeder Tagesablauf ist anders.

Das Mittelmaß

In der heutigen Zeit, in der wir von durchtrainierten Körpern bei Instagram, Facebook und Co. regelrecht erschlagen werden, ist es gar nicht so leicht das „Mittelmaß“ zu finden. Das Mittelmaß zwischen

  • Sport ist wichtig für die Gesundheit und
  • Sport wird zum Zwang

Ich muss gestehen, dass es auch für mich nicht einfach war dieses Mittelmaß zu finden.

Ich habe manchmal Wochen, in denen mache ich nahezu jeden Tag Sport und dann gibt es auch wiederum Wochen, in denen bin ich eine faule Socke und fahre selbst mit dem Auto zur Arbeit, statt mit der Bahn.
In diesen Wochen, in denen ich eine faule Socke war, habe ich dann oftmals ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich habe mich geärgert, dass ich so faul bin. Meist habe ich das dann blöderweise auch noch mit Essen „ausgeglichen“. ERGO: Ich hab mich noch mehr über mich selbst geärgert.
In den Wochen, in denen ich nahezu jeden Tag Sport gemacht habe, ging es mir allerdings auch nicht besser. Denn ich habe meinem Körper immer mehr abverlangt. Habe mich nicht damit zufrieden gegeben mal „nur“ 5 km laufen zu gehen, statt 10 km. Ich habe mir jeden Tag überlegt, wie ich meinen Tag sinnvoll gestalten kann, dass noch Sport rein geht (wohlgemerkt bei einer 40 h Woche, Einkaufen, Reiten und Erholung). Dann hat mich allerdings auch noch das schlechte Gewissen geplagt, dass ich seit bestimmt 2-3 Monaten nicht mehr im Fitnessstudio war..
Wie ihr seht – gar nicht mal so leicht!

Ich habe es eine Zeitlang wirklich übertrieben.
Ich wollte muskuslöser werden, dann doch nicht.
Ich wollte einen SixPack, dann doch nicht.
Ich wollte mehr Hintern, dann doch nicht.
……

Das Ganze hat dazu geführt, dass ich eine Art „Haßliebe“ entwickelt habe. Ich liebe das Gefühl nach dem Sport. Den negativen Stress, der damit verbunden ist, hasse ich jedoch. Ich meine damit nicht, dass man sich ab und zu nicht mal kräftig in den Hintern treten sollte, um sich aufzuraffen.
Ich meine damit, dass man sich auch mal eine Pause gönnen sollte.

Welche Auswirkungen das noch bei mir hatte?

Ganz unterschiedliche. Ich denke die „heftigste“ Auswirkung war, dass ich meine Periode 8 Wochen lang nicht bekommen habe. Anfangs fand ich das nicht sonderlich schlimm und da ich die Pille nicht nehme, kann das auch durchaus mal vorkommen. Aber seitdem ich die Pille vor 3 Jahren abgesetzt habe, habe ich trotzdem immer einen regelmäßigen Zyklus gehabt (+- 2-3 Tage).
Meine Frauenärztin hat mich dann erstmals darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Zyklus durchaus verändern kann, wenn man auf einmal zu viel Sport macht.
In dem Moment dachte ich nur so „Nee, ich mach doch nicht zu viel Sport“.
Tja, wenn ich das genauer betrachte, kann ich sagen „Doch! Ich habe für meine Verhältnisse zu viel Sport gemacht! Ich habe meinen Körper damit Stress ausgesetzt“ Und damit kam er nicht so wirklich klar.

Außerdem wollte ich immer so viel wie nur möglich meinen Bauch trainieren. Um meine Muskelansätze nicht zu verlieren. Was hatte ich davon? Ich habe meinen Bauch übertrainiert (nicht, dass man jemals etwas davon gesehen hätte :-D) Ich hatte dadurch so oft Schmerzen im Bauch (in den Muskeln). Der Bauch konnte nie entspannen – auch ein Grund für meinen ständigen Blähbauch.
Der Bauch wird jetzt nicht mehr oder nur gaaaanz selten trainiert. Denn er wird sowieso immer automatisch mit trainiert, egal was man macht (selbst beim Lachen 😉 ) Seitdem hat sich mein Bauch auch schon stark erholt!

Und wie finde ich nun das Mittelmaß?

Was ich gelernt habe ist, dass es absolut nichts bringt, wenn man an eine Sache zu verkrampft ran geht. Das bewirkt nur das Gegenteil. (bestes Beispiel: ich esse heute keine Schokolade.. ZACK.. Der Heißhunger nach Schokolade ist da..)
Sprich: Setze ich mich selbst zu sehr unter Druck, dann verliere ich den Spaß bei der Sache und das Ganze geht nach hinten los (was nicht heißt, dass das bei jedem so ist. Ich spreche hier ausschließlich von mir 😉 )

Hier ein paar Tricks und Tipps, wie man das (für sich) gesunde Mittelmaß findet:

  1. Setzt euch eure EIGENEN realistische, Ziele
    Ich betone hierbei bewusst das Wort EIGENE! Viel zu oft lassen wir uns von den Zielen anderer verleiten. Das ist ja schließlich der leichtere Weg. Uns Gedanken über unsere eigenen Ziele machen kostet Kraft. Aber ihr werdet merken, dass ihr nur zu 100 % dabei bleibt, wenn ihr dabei ihr selbst bleibt.
  2. Sucht euch eine Sportart, die euch Spaß macht
    Was bringt es euch, wenn ihr ins Fitnessstudio geht und im Endeffekt lieber laufen geht?
    Was bringt es euch, wenn ihr Fussball spielt und lieber Tanzen würdet?
    Sucht das, was euch erfüllt. Wozu ihr euch gerne aufrafft. Was zu euren Zielen passt.
  3. Hört auf euren Körper
    Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Man sollte unterscheiden können, ob man gerade einfach zu faul ist oder ob man einfach wirklich keine Energie mehr hat. Ich bin zum Beispiel Freitags nach der Arbeit immer ziemlich erschöpft von der Woche. Also gönne ich mir das Entspannung gehe dann lieber am Wochenende laufen, wo ich mich schön ausschlafe und ausgiebig frühstücke. Würde ich das Freitags noch rein drücken, würde es mich nur frustrieren, da ich dann nicht alles geben könnte.

Das war’s auch schön. Versucht erstmal diese 3 Tipps 🙂

Nehmt das Leben nicht zu ernst. Ja – bewegt euch um gesund und fit zu bleiben. Aber setzt dabei immer Prioritäten und setzt das an oberste Stelle, was euch wirklich glücklich macht 🙂

Denn auf nichts anderes kommt es im Leben an – als glücklich sein!

Eure Dani

 

 

 

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8 Gedanken zu “Zu viel Sport? Gibt es das?

  1. Toller Post! Sehr informativ und ehrlich 🙂 In einigen Bereichen kann ich mich darin wiederfinden, allerdings versuche ich einfach aktiv zu sein und mich zu bewegen aber mache nur 2-3 Mal die Woche wirklich anstrengenden Sport und auch nie für über eine Stunden 🙂 das funktioniert für mich super
    Und wenn ich keine Lust auf Sport habe, dann mach ich auch mal nichts 😀

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