Aller Anfang ist schwer…

Aller Anfang ist schwer ..

.. oder auch nicht???

Irgendwie unheimlich.. denn von Anfang an lief bei meinem Projekt Hamburg alles wie am Schnürchen. Da musste doch noch irgendwas kommen. Und ja meine Lieben – man sollte das Schicksal nicht herausfordern 😀

Ich bin in Hamburg zum größten Teil mit den Öffentlichen unterwegs. Alles andere wäre Wahnsinn. Der Verkehr ist einfach nur eine absolute Katastrophe.. Für gewisse Dinge bin ich allerdings ganz froh, dass ich meinen Olaf habe.. Olaf?? Olaf ist meine alte Schüssel.. Ich werde euch nicht verraten, was es für ein Auto ist, sonst kommt vielleicht nochmal jemand auf die Idee ihm weh zu tun -.- Wenn ich also Einkaufen muss, zum Pferd fahre oder Freundinnen besuche, kommt mein Olaf zum Einsatz. So auch an diesem Tag.. Ich wollte schön entspannt etwas außerhalb von Hamburg den Tag mit Freundinnen am See verbringen. Wir waren gerade mal 1 Stunde, als wir zu den Autos zurück sind.. Mitten an einer Landstraße.. Wo die Gehwege wahrscheinlich schon abends um 18 Uhr hochgeklappt werden – halt Stopp! Es gab da noch nicht mal Gehwege -.- Aufjedenfall laufe ich so nichtsahnend zu meinem Auto und wundere mich nur, was denn da auf dem Beifahrersitz liegt.. bis ich dann realisiert habe, dass das Glasscherben sind.. Glasscherben von meiner Fensterscheibe!!!  Da hat doch tatsächlich jemand in diese alte Schüssel eingebrochen. Aber wer jetzt meint, dass man Dinge, die zum Auto gehören, geklaut hat, der täuscht sich 😀 Nöööö.. Radio noch drin und alles.. und was wurde mir geklaut?? Schuhe!!! Meine Laufschuhe von Nike, meine neuen AirMax von Nike und Billigschuhe vom Primark. Ernsthaft?? Man bricht in ein Auto ein um Schuhe zu klauen?? Respekt!! Lieber DIEB! Wenn du das hier liest – Karma erledigt das für mich 😉

Diesen Schock hatte ich dann zum Glück auch relativ schnell verdaut. Aufregen bringt ja eh nichts. Schuhe sind weg. Aber ich habe definitiv etwas draus gelernt. Ich lasse nun absolut garnichts mehr in meinem Auto liegen 😀 Ich wurde quasi erzogen. – okay danke Mama! Du kannst mir meine Schuhe jetzt wieder geben 😛

Ansonsten kann ich mich allerdings absolut nicht beklagen, was mein Hamburger Leben angeht. Ich habe hier schon super schnell Anschluss gefunden. Gut mein Vorteil ist auch, dass ich hier schon zumindest ein paar Leute kenne. Aber auch so.. ich bin aktiv auf die „Suche“ gegangen und habe mich mit Mädels verabredet.. Da ist nun auch schon die ein oder andere Freundschaft entstanden. 🙂

Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet, habe eine tolle Reitbeteiligung gefunden und mit meiner Arbeit und den Kollegen hätte ich es nicht besser treffen können. Ich könnte also wirklich rundum glücklich sein..

Könnte.. Wenn da das liebe Heimweh nicht wäre. Und das Gefühl von Einsamkeit.

Ich muss dazu sagen, dass ich ein absolute Beziehungsmensch bin und quasi nie lange Single war.. Ich genieße es einfach, wenn ich jemanden an meiner Seite habe. Genauso tut es mir jetzt aber auch mal gut alleine zu leben und zu merken, dass ich nicht auf einen anderen Menschen angewiesen bin. Diese Erfahrung sollte jeder mal machen. Da bin ich wirklich dafür – denn man nimmt aus so einer Zeit unheimlich viel mit. Aber irgendwie reicht es dann auch wieder. Man fühlt sich schnell alleine.. In einer so großen Stadt wie Hamburg. Und wenn dann auch noch die Familie und die ganzen Freunde so weit weg sind.. dann kann man schon mal deprimiert auf dem Sofa liegen und einfach weinen.

Als ich das erste Mal nach 2 Monaten wieder zu Hause war, das war schrecklich. Ich habe so viel geweint. Ich habe alles hinterfragt und wäre am liebsten zu Hause geblieben. In der vertrauten Umgebung.. bei meinen lieben Menschen, die mich seit JAHREN kennen.. die einfach wissen, wie ich ticke.. die wissen, dass sie einfach mal spontan vor der Tür stehen müssen, um mich in den Arm zu nehmen. Aber aufgeben war und ist nicht drin. Denn dann habe ich mich wieder gefragt, was die Alternative ist. Was ich davon hätte, wenn ich zu Hause wohnen würde.. Jeder lebt sein Leben weiter. Alle meine Freunde sind gerade an einem Punkt, wo sich etwas verändert (Baby, 1. Haus, 1. Wohnung usw.). und wo war dabei mein Platz? Ich muss MEINEN weg gehen! Und dabei ist es doch letztendlich gleich, ob ich das in Nürnberg tue oder in Hamburg.

Nachdem ich nach dem Wochenende wieder nach Hamburg gekommen bin, ging es mir besser. Ich bin nicht in ein Loch gefallen, wie ich erwartet hatte. Ganz im Gegenteilt. Ich habe angefangen noch bewusster hier zu leben. Noch mehr zu genießen.. mir noch mehr anzusehen. Und auch mal zu genießen von zu Hause weg zu sein.. Von den ganzen „Altlasten“.. den sorgen und probleme. Einfach einen CUT machen. Das ist jetzt fast 4 Wochen her und ich hatte seitdem keinen „Heimwehanfall“.. Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde.. aber man merkt auch, dass das Interesse bei einigen langsam nachlässt. Es tritt das ein, was man von Anfang an irgendwie weiß – die Freunde sortieren sich nochmal aus.. Das tut weh.. wirklich, das könnt ihr mir glauben.. Aber es bringt nichts sich an etwas oder jemanden zu klammern, der das alles nicht wert ist. Da konzentriere ich mich lieber auf Menschen hier, die das zu schätzen wissen und die mir genau das auch zurück geben.

Höhen und Tiefen wird es sicher noch einige geben. Und ich bin schon gespannt, wie es sich anfühlt, wenn ich das nächste mal in der Heimat bin 🙂

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2 Gedanken zu “Aller Anfang ist schwer…

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