Der Umzug

Man oh man.. Ich bin in meinen jungen Jahren schon wirklich oft umgezogen.. das habe ich von meiner Mama – die zieht auch ziemlich oft um.. wir wollten ihr schon zum 50. Ein Wohnmobil schenken 😀 Ein Wohnmobil hätte ich auch ganz gut brauchen können..

So ein Umzug bedeutet immer Stress pur!

Es muss gepackt werden, aussortiert werden, Ordnung geschafft werden und und und.. Wenn man nur einen Ort weiterzieht z.B. dann ist das alles ja auch nicht sooooo dramatisch.. Aber 600 km entfernt?! Und wenn man selbst bei dem Umzug nicht dabei sein kann weil man schon 3 Wochen früher in Hamburg ist, um das Arbeiten dort anzufangen.. aiaiai ich sag’s euch.. Meine Nerven 😀

Ich musste also nicht sowieso schon an ALLES denken – nein!! Ich musste auch noch 3 Wochen Voraus planen. Etwas organisieren und planen – das kann ich. Das macht mir Spaß. Aber wenn so viel dahinter steckt – nein danke! So schnell nicht noch einmal 🙂

Aber nun mal von vorne…

Ich habe also die Entscheidung getroffen nach Hamburg zu ziehen. Es war der erste Umzug in ein anderes Bundesland – weit weit weg von zu Hause. Wie fängt man überhaupt an? Wenn man noch nicht mal einen Job hat 😀 Erst Job suchen und dann Wohnung? Lieber WG oder alleine? Und ich habe ja auch noch 2 Katzen.. Ich war völlig überfordert und manchmal echt am verzweifeln. Ich hatte keinen, der mir gesagt hat „Du machst das jetzt nach dem Plan XY“ nein – ich musste mich da komplett durchwühlen. Natürlich mit Rückenstärkung. Aber im Grunde war ich dabei allein.

1. Schritt – Job suchen !!

Also gut.. gehen wir mal systematisch vor. Um eine Wohnung bezahlen zu können.. bzw. um überhaupt eine zu BEKOMMEN!! (auf dem Hamburger Wohnungsmarkt 😀 ), benötigst du Geld.. Geld bekommst du ?! Ja riiiichtig – wenn du einen Job hast.

Damit wäre der 1. Schritt wohl klar! Einen Job suchen..

Was für einen Job will ich denn überhaupt? Möchte ich in der gleichen Branche bleiben? Oder gleich was ganz anderes? Hmm ja.. mal schauen.. Einfach mal auf alles bewerben, was mich so anspricht! Jaaa auch bei einer Rohrsanierungsfirma 🙂 Man weiß ja nie, wo das Glück auf einen wartet.

Ich habe dann auch an einige Arbeitsvermittlungen Bewerbungen geschickt. Auf meine „normalen“ Bewerbungen habe ich überwiegend Absagen erhalten.. Das zieht einen ganz schön runter. Ich war seit meiner Ausbildung in ein und der gleichen Firma. Ich wusste absolut nicht, was es heißt sich zu bewerben.. Ich hatte zum Glück absolut keinen Zeitdruck. Mein Chefin wusste von meinen Plänen und hat mich voll und ganz unterstützt – ich konnte sozusagen ohne Druck suchen.

Dann kam die erste „Einladung“ bei einer Personalvermittlung und zeitgleich auch von einer anderen Firma.

Also ging die erste Reise wegen eines neuen Jobs nach Hamburg los.

Bei der Arbeitsvermittlung angekommen wurde mir dann auch gleich mitgeteilt, dass sie eine super spannende Stelle für mich haben. Eine andere Bewerberin hatte abgesagt, da sie sich für etwas anderes entschieden hatte. Am Nachmittag sollte das Vorstellungsgespräch bei der besagten Firma statt finden – ob ich da nicht spontan Zeit und Lust hätte mich vorzustellen ? Äh, ja klar 😀 Wieso auch nicht. Die Firma wusste nicht, was sie erwartet und ich ebenso wenig. Ich habe dann noch kurz einen Internetausdruck bekommen und habe mich auf den Weg gemacht. Es war das wohl lockerste Gespräch, das ich je hatte. Man hat sich einfach kennengelernt und beschnuppert. Die Sympathie war sofort da und ich wusste – DAS ist es!! Ich wurde dann auch tatsächlich gleich zum „Probearbeiten“ eingeladen (2 Tage später).

Die andere Firma, bei der ich mich vorgestellt habe, hat dann leider gleich verloren (auch wenn die mir mehr Geld geboten hätten)..  Nach dem Probearbeiten wurde schnell klar – das passt von beiden Seiten. Da habe ich dann tatsächlich gleich die Zusage bekommen 🙂 Erstes Vorstellungsgespräch  und gleich hatte ich einen Job – das läuft ja richtig gut bei mir 🙂

So bin ich dann am Wochenende mit einem Job im Gepäck wieder nach Hause gefahren.. dann wurde es aber richtig stressig – denn ich sollte schon 3 Wochen später anfangen..

2. Schritt – Wohnung suchen!

Jetzt kam der richtig schwierige Teil.. Eine Wohnung zu finden.

Das gestaltet sich leider gar nicht so einfach, wenn man 600 km weiter weg wohnt und einen neuen Job hat (Probezeit).. achja und nicht zu vergessen 2 Katzen!!

Ich habe versucht von Nürnberg aus das ganze zu managen.. Habe so viel Unterstützung von Rike bekommen, die sich für mich eine Wohnung nach der anderen angeschaut hat. Auch andere liebe Menschen sind für mich zu Besichtigungen gegangen.. aber es hat einfach nicht geklappt..

Zu Hause musste ich trotzdem schon mal die Kartons packen.. denn die Zeit ist ja nicht stehen geblieben. Ich war allerdings am Ende mit den Nerven.. was mache ich , wenn ich keine Wohnung habe? Was passiert mit meinen Katzen in der Zeit? Ich kann ja erstmal ins Hotel.. Oder doch einen Wohnwagen nach Hamburg stellen? Es hat mich wirklich fertig gemacht..

Danke !! Franzi hatte dann die Idee „Lass uns Freitag frei nehmen! Dann vereinbarst du so viele Besichtigungstermine, wie nur möglich und wir fahren nach Hamburg!“

Gesagt getan! Ich habe dann für diesen Tag 5 Besichtigungstermine vereinbart (wobei ich schon eine Wohnung favorisiert hatte 🙂 ) und wir sind ganz früh losgefahren.. Bei 32 Grad.. mit einem Auto ohne Klima 😀 Und dann ging der Marathon los.. Ich sags euch.. wir haben uns auch 1 WG angeschaut- eine Männer WG.. nehmt alle Vorstellungen, die ihr an eine Männer WG habt und verdreifacht diese Vorstellung!!! Sowas ekelhaftes und dreckiges habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen… Da wussten die Jungs teilweise untereinander nicht, wer eigentlich alles da wohnt. Furchtbar.. Und wir haben geschwitzt.. ich sags euch! Immer wieder kurz ins Hotel zwischen den Besichtigungen und frisch gemacht – und handyakku geladen 😀

Dann kam sie – meine Favoritenwohnung!! Und sie war in echt noch viel toller. Die Vormieterin hat mir noch versprochen, dass sie sich ganz arg für mich einsetzt (sie war damals auch zugezogen und wusste, was ich da gerade durch mache).

Nach diesem Marathon sind Franzi und ich dann zum entspannen und abkühlen an die Ostsee gefahren… und da kam sie – die erlösende SMS!! Ich hatte die Zusage für die Wohnung bekommen!! ♥ Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war.

Einziges Problem – die Wohnung war erst zum 01.08. frei.. zum 15.07. habe ich allerdings schon das Arbeiten anfangen sollen..

3. Schritt – Der Umzug

Ich hatte also nun endlich eine Wohnung.. Aber ich wusste, dass ich erstmal 3 Wochen irgendwie anders unterkommen musste.. Ich bin dann verschiedene Alternativen durchgegangen und habe dann zum Glück eine Lösung gefunden..

1 Woche habe ich bei 2 Mädels über „airbnb“ gewohnt.. und 2 Wochen konnte ich bei einer Freundin wohnen.

Zu Hause musste aber natürlich für den Tag X schon alles gepackt und renoviert werden. Ich selbst konnte bei meinem eigenen Umzug erst ab Hamburg helfen.

Gesagt getan.. Alles wurde in Kartons gepackt.. Möbel wurden abgebaut.. und es wurde einfach alles soweit vorbereitet, dass dann meine Familie und meine Freunde „nur noch“ alles in die Transporter laden mussten. Meine Katzen wurden in der Zeit von Freundin versorgt. Sie sollten dann ebenfalls bei meinem Umzug nachkommen.

Am 13.07.2015 habe ich dann das wichtigste (Klamotten :-D) in mein Auto gepackt und habe mich auf den Weg nach Hamburg gemacht.

Es war ein komisches Gefühl. So unreal.. Ich habe nicht kapiert, dass ich jetzt wirklich in meine neue Heimat  fahre.. und nicht in den Urlaub.. dass ich zum letzten Mal in der Wohnung war.. und das jetzt eben alles anders wird. (zu meiner Anfangszeit in Hamburg schreibe ich einen separaten Post J )

3 Wochen später kamen dann auch endlich meine Möbel… Meine armen Umzugshelfer standen ziemlich im Stau (auf der Hin- und Rückfahrt :/) Aber wir haben alles ohne größere Ausfälle (einer musste nur am Knie genäht werden, der Kratzbaum hat nicht reingepasst  und es sind generell einige Tränen geflossen :-D) geschafft!!

4. Schritt – Was muss noch alles gemacht werden?

Als nächstes mussten nun also noch folgende Dinge erledigt werden:

  • Ummelden
  • Adressänderung mitteilen
  • Nachsendeantrag bei der Post (am besten schon vorher machen)
  • Leben neu aufnehmen (Fitnessstudio, Reitbeteiligung etc.)
  • Internet anmelden
  • Strom/Wasser anmelden

Und dann konnte das Leben in Hamburg auch komplett starten 🙂

Zu meiner Anfangszeit in Hamburg gibt es – wie schon oben erwähnt – noch einen separaten Post 🙂

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