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Westküste Amerika – Roadtrip / Die Planung

Amerika – Westküste – Roadtrip. Yes Baby. Mein Traum geht in Erfüllung. Bestimmt seit 10 Jahren träume ich davon die Westküste Amerikas zu erkunden. Diesen Traum wollte ich mir eigentlich mit einem Partner an meiner Seite irgendwann erfüllen. Da ich aber nicht ewig warten möchte, werde ich die Zeit in Amerika mit meiner sehr guten Freundin Jana verbringen. Am 27.04.2018 geht es los. 22 Tage lang werden wir die Westküste unsicher machen.

Wer schon mal auf eigene Faust einen Roadtrip geplant hat, der weiß, dass das gar nicht mal so leicht ist. Wir stecken auch immer noch in den ganzen Vorbereitungen. Aber ich möchte euch jetzt schon an der Planung teilhaben lassen.

Womit fange ich an?

Der Reisezeitraum

Zuerst sollte man sich genau überlegen, wann man die Reise antreten möchte. Wichtig war uns hierbei, dass wir nicht während der „Hauptsaison“ dorthin reisen. Die Hauptsaison ist etwa von Juni – September. Wir haben uns also für den Mai entschieden. Noch nicht ganz Hauptsaison, aber doch schon langsam. Gutes Wetter. Was will man mehr?

Die Reisedauer

Der Reisezeitraum steht also. Als Nächstes wird die Reisedauer entschieden. Unter 3 Wochen kam für mich nicht in Frage. Die Anlaufstellen werden wir vermutlich in dieser Zeit gerade mal so schaffen. Aber wer einen Entspannungsurlaub will, der sollte wohl auch keinen Roadtrip machen. J 22 Tage werden es bei uns werden. Wenn man An- und Abreise abzieht, kommen wir auf volle 20 Tage .

Super. Der Grundstein ist gelegt. Nun geht’s ans Eingemachte.

Die Flüge

Ich bin ein Freund davon Flüge so früh, wie möglich zu buchen. Zu knapp wäre mir zu riskant, auch wenn man da vielleicht das ein oder andere Schnäppchen ergattern kann. Wir haben auf verschiedenen Websites die Flüge verglichen. (www.skyscanner.de, www.momondo.de, www.check24.de, www.google.de usw.) Obwohl Hamburg eine große Stadt ist, gibt es vom Flughafen wenig bis keine Direktflüge für Langstreckenflüge. Bei meiner Reise nach New York hatte ich damals noch Glück. Mittlerweile wird auch New York nicht mehr direkt angeflogen. Nach anfänglichen Zweifeln haben wir uns für einen Flug mit Turkish Airlines entschieden. Für 500,00 € für Hin- und Rückflug ein echter Schnapper  (Die Kosten werde ich euch nochmals detailliert aufführen, wenn wir die Reise gemacht haben. Dann kann ich alles genau benennen).  Wir fliegen also von Hamburg über Istanbul nach San Francisco. Unser Zweifel sind übrigens absolut überflüssig. Wir haben mit ganz vielen Freunden und Bekannten gesprochen. Jeder, der bereits mit Turkish Airlines geflogen ist, war begeistert. Das Essen soll top sein, die Getränke scheinbar mit inbegriffen und der Service soll auch für sich sprechen. Naja.. Ich werde berichten, wenn wir unsere eigenen Erfahrungen gemacht haben  Die Sitzplätze können übrigens (angeblich) ganz einfach telefonisch ab 100 Tage vor Reiseantritt reserviert werden – kostenfrei. Auch hier bin ich gespannt, ob das alles klappt.

Hamburg – Istanbul 3h 10min
Stopover: 1:35 h
Istanbul – San Francisco 13h 25 min

San Francisco – Istanbul 13h 05 min
Stopover: 1:50
Istanbul – Hamburg 3h 15 min

So sehen unsere Flugzeiten aus. 13 Stunden am Stück fliegen. Das wird ein Abenteuer. Mein längster Flug war der nach New York. Da waren wir 9 Stunden unterwegs. Und bereits nach 7 Stunden konnte ich nicht mehr sitzen und hatte keine Lust mehr. Das wird also ganz schön hart. Zumal ich beim Fliegen immer ziemlich mit Wassereinlagerungen zu kämpfen habe. Hauptsächlich in den Beinen. Hat jemand noch gute Tipps, was man dagegen tun kann? Stützstrümpfe helfen nur bedingt.

ESTA – Das Visum

Ein sehr wichtiges Dokument für die Einreise in Amerika ist die „ESTA“. Diese kann schnell und unkompliziert unter https://www.estaformular.org/ beantragt werden. Nachdem man das Visum erhält, ist dieses 2 Jahre lang gültig. Meins ist also noch gültig und somit muss ich kein neues beantragen. Ein kleiner Tipp: bezahlt vorab so viel wie möglich über die Kreditkarte in Dollar. Das kommt günstiger 😉 Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären..

Die Kreditkarte

In Amerika zahlt man fast nur mit Kreditkarte. Eine Kreditkarte zu besitzen ist daher unumgänglich. Da ich für New York schon eine benötigt habe, musste ich mich diesmal nicht drum kümmern. Meine Kreditkarte ist von Barclaycard und hat mich überzeugt, da auch eine Auslandskrankenversicherung mit inbegriffen ist.

Entscheidung Wohnmobil oder Auto

Die Frage, ob wir den Trip mit einem Wohnmobil machen möchten oder doch lieber mit einem Auto, hat mir ein paar schlaflose Nächte beschert.  Ich finde diese Entscheidung gar nicht mal so leicht, da beides Vor – und Nachteile hat.

Vorteile Wohnmobil
– Man kann mitten in den Nationalsparks übernachten
– Man ist flexibler und kann auch mal eine Nacht bei „Walmarts“ parken und dort übernachten
– Man kann seine Koffer auspacken und sich wohnlich einrichten
– Das Campingfeeling ist mit Sicherheit gigantisch
– Man spart sich etwas Geld zum Essen, da man auch mal selbst kochen kann und einen Kühlschrank hat

Nachteile Wohnmobil
– In den großen Städten Los Angeles, Las Vegas und San Francisco ist es ziemlich umständlich mit einem so großen Gefährt alles zu erkunden, geschweige denn einen Parkplatz zu bekommen
– Der Highway Nr. 1 soll auch etwas enger sein und könnte deshalb mit dem Wohnmobil abenteuerlich werden
– Keinerlei Erfahrungen mit Wohnmobilen
– Man braucht morgens etwas länger, da man am Campingplatz noch zahlen muss, alles vom Frühstück abwaschen und wieder aufräumen muss, das Wohnmobil eventuell entleeren und auffüllen muss usw. (Erfahrungen und Gedanken aus einem Wohnmobil-Forum)
– Das Leihen eines Wohnmobils ist nicht gerade günstig
– Man ist vermutlich langsamer unterwegs, als mit einem Auto

Vorteile Auto
– Man kann auch in den Großstädten entspannt fahren und hat nicht so ein großes Parkplatz-Problem
– Man ist schneller unterwegs
– In einem fremden Land, beim ersten Roadtrip fühlt man sich vermutlich etwas sicherer
– günstiger

Nachteile Auto
– Man ist darauf angewiesen immer auswärts essen zu gehen (bis auf Kleinigkeiten)
– Camping-Feeling bleibt aus
– Man kann nicht spontan irgendwo übernachten, man muss immer ein Hostel, Hotel oder Motel suchen

 

Letztendlich geht es nicht darum, bei welchem Gefährt mehr Vorteile und weniger Nachteile sind, sondern womit man sich für 3 Wochen sicher und gut fühlt. Wir haben unsere Entscheidung noch nicht getroffen. Das Wohnmobil ist komplett ausgeschieden. Allerdings prüfen wir gerade noch, ob wir ein Auto nehmen oder einen Camper Van, der kleiner als ein Wohnmobil ist, wodurch man auch gut durch die Großstädte kommt. Und trotzdem hat man damit ein paar Wohnmobil-Vorteile. Ich habe bereits die Kosten für die Tour mit dem Auto und einem Mix aus Hotels, Hostels, Motels und AirBnb kalkuliert. Jana macht das Gleiche noch für den Camper Van und dann werden wir uns entscheiden.

Die Route planen

Na das Wichtigste wollen wir doch nicht vergessen. Die Route muss schließlich auch noch geplant werden. Wer schon mal eine Route erstellen wollte, die mehr als 10 Anlaufpunkte hat, wird gemerkt haben, dass googlemaps hierfür nicht geeignet ist.  Also haben wir die Route bei www.roadtrippers.com erstellt. Das Planen der Route war auch gar nicht so leicht. Hier waren wir auf die Hilfe von ein paar „Roadtrip-profis“ angewiesen. Man kann sich nämlich nicht immer zu 100 % auf die Zeitangabe der einzelnen Streckenabschnitte verlassen. Nach Hin und Herr und Überlegungen, was wir weg lassen können bzw. worauf wir am meisten Wert legen, haben wir uns ziemlich an der Route von www.travelroads.de orientiert.


Tag 1 San Francisco
Tag 2 San Francisco – Monterey
Tag 3 Monterey – Santa Barbara
Tag 4 Santa Barbara – LA
Tag 5 Los Angeles
Tag 6 Los Angeles- Las Vegas
Tag 7 Las Vegas
Tag 8 Las Vegas – Valley of Fire – Zion National Park
Tag 9 Zion National Park – Page
Tag 10 Page
Tag 11 Page – Monument Valley
Tag 12 Monument Valley – Grand Canyon
Tag 13 Grand Canyon
Tag 14 Grand Canyon – Seligman – Hackberry – Kingman
Tag 15 Kingman – Twentynine Palms (Joshua Tree Nationalpark)
Tag 16 Twentynine Palms – Los Angeles
Tag 17 Los Angeles
Tag 18 Los Angeles
Tag 19 Los Angeles – San Francisco
Tag 20 San Francisco
Tag 21 San Francisco
Tag 22 San Francisco

 

Da wir nicht 2x die gleiche Strecke fahren wollten, haben wir uns außerdem dazu entschieden am Tag 19 von Los Angeles nach San Francisco zu fliegen (Der Innlandsflug kostet etwa 40 €. Kann man also schon machen )

Bei der Planung der Route haben wir vor Allem darauf geachtet, dass wir nicht unbedingt an den Wochenenden in den Großstädten (LA, LV und SFO) sind, da dort die Übernachtungen oft doppelt so teuer sind, als unter der Woche.

Was genau wir wo machen werden, werden wir planen/entscheiden, sobald wir wissen, ob wir mit dem Auto oder dem Camper Van unterwegs sind.

Weiter sind wir in unserer Planung noch nicht (ich denke, das reicht auch erstmal ). Sobald es weiter geht, werde ich diesen Beitrag aktualisieren. Seid also gespannt. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, dann fragt mich gerne. Wenn ihr irgendwelche Tipps habt, dann auch her damit.  Ich kann es kaum glauben. In nicht mal mehr 4 Monaten geht’s los !!! ♥

Zusammenfassung der Planung:

  1. Reisezeitraum und Dauer wählen
  2. Reisepasse beantragen (wenn nötig)
  3. Flüge buchen
  4. ESTA
  5. Kreditkarte
  6. Sitzplätze reservieren
  7. Entscheidung Wohnmobil/Auto
  8. Route planen
  9. Auto und Unterkünfte/Campingplätze buchen

10 Comments

  1. Dani

    Januar 4, 2018 at 2:08 pm

    Hey! 🙂
    Klingt ja super cool was ihr vorhabt! In der Gegend war ich auch schon 2mal unterwegs. Wir sind übrigens beide Male mit einem großen SUV unterwegs gewesen. Das war super praktisch, damit sind wir auf dem Campingplatz günstig auf den Zeltplätzen untergekommen und hin und wieder auch in Motels. Auch das Parken in den Großstädten ist dabei gar kein Problem. Und das Schlafen im Auto war super bequem, man muss nur bei der Autoabholung wirklich Probe liegen 😀 sorgt für etwas komische Blicke, aber der Komfort ist es wert. Mit einer guten Matte und Schlafsack ist es wirklich gemütlich 🙂 Ach ja und auswärts haben wir auch nicht immer gegessen. Mit einer kleinen Grundausstattung, Kühlbox und Campingkocher kann man super Gerichte zaubern und dabei eigentlich recht günstig durchkommen! Auf den Campingplätzen gibt es meistens auch Grillroste, also Verhungern tut man nicht!

    Wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Reise und noch viel Spaß beim Planen 🙂

    LG Dani

    1. DaniBanani

      Januar 4, 2018 at 3:20 pm

      Hallo Dani 🙂 (schöner Name hihi)
      Das klingt auch gut. Vielen Dank für die Tipps. Das werden wir in unsere Überlegungen mit einfließen lassen 🙂
      Ganz liebe Grüße zurück.

  2. Katharina

    Januar 4, 2018 at 2:32 pm

    Ohh wow.
    Ich finde das super gut, dass ihr eure Planungen veröffentlicht! Das gibt einen auch nochmal einen Einblick und man überlegt selbst irgendwann mal so eine Tour zu starten.
    Ich bin gespannt auf viele Fotos und tolle Erlebnisse. 🙂
    Viel Spaß euch beiden!
    LG Katharina

    1. DaniBanani

      Januar 4, 2018 at 3:19 pm

      Liebe Katharina,
      Da ich bei der Planung auch auf vielen Blogs gelesen habe, dachte ich mir, dass meine Erfahrungen ebenfalls für Andere hilfreich sein können. Ich bin auch gespannt auf unsere Erlebnisse.
      Liebe Grüße zurück 🙂

  3. Tanja

    Januar 4, 2018 at 7:46 pm

    Hallo,
    Wir haben unsere Westküsten Tour schon hinter uns 🙂 und es war Mega.. waren zwar mit dem Auto unterwegs haben aber auch mal im NP im Auto geschlafen nur etwas unbequemer wahrscheinlich aber Camper Van hört Sich auch gut an…bin gespannt auf deine Erfahrungen
    Zum Flug kann ich sagen wir hatten den selben auch mit Türkish Airline über IST nach SFO wir waren wirklich begeistert super essen und Service an Board :)) sowie viel Freigepäck

    1. DaniBanani

      Januar 5, 2018 at 12:08 pm

      Hallo Tanja,
      vielen Dank für dein Feedback. Ich bin sehr gespannt, was wir für Erfahrungen sammeln werden 🙂
      Und das mit dem Flug hört sich auch super an. Hattet ihr auch so “wenig” Zeit zum umsteigen? Hat das geklappt?
      LG Dani

      1. Tanja

        Januar 5, 2018 at 3:30 pm

        Hi,
        Ja wir haben uns extra beeilt um ja rechtzeitig am anderen Ende vom Flughafen zu sein
        War aber umsonst da unser Flug über eine stunde Verspätung hatte…. Wahrscheinlich weil alle vorm einsteigen nochmal wg ESTA überprüft wurden, von daher mussten wir dann eh noch warten, kamen aber zur geplanten Zeit ins SFO an.
        Viel Spaß an der Westküste
        PS: was ich auch ganz toll fand war das wandern in den Narrows/Zion.

        1. DaniBanani

          Januar 5, 2018 at 3:34 pm

          Dann bin ich etwas entspannter, dass bei uns auch alles klappt 🙂 vielen Dank aufjedenfall. Ich bin so gespannt.

  4. 18 Pläne für 2018 – Danibananislife

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    […] „Fotoperspektive“ sehen, sondern viel mit den Augen aufnehmen. Und vorallem mit dem Herzen. (Hier kommt ihr zu meinem Blogpost über die Vorbereitung dieser […]

  5. Westküste Amerika – Roadtrip / Die Planung Part II – Danibananislife

    Januar 16, 2018 at 7:33 pm

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