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Meine Beziehung zu Essen und was Sport für mich bedeutet.

It’s time for some realtalk..

Früher

Früher gab es diesen Lifestyle noch nicht. Früher, da wurde nicht so viel Wert auf die Figur gelegt, wie das heute der Fall ist. Da gab es noch keine Superfoods. Oder zumindest kannte man sie damals noch nicht. Die heutige Generation ist anders. Es hat sich verändert. Also irgendwie alles, was mit Sport und Ernährung zu tun hat. Auf der einen Seite finde ich das gut. Dann man setzt sich heute viel mehr und viel bewusster mit sich und seinem Körper auseinander, als man es früher gemacht hat. Man legt viel mehr Wert darauf, dass man gesund und fit ist. Das finde ich wirklich großartig. Doch das Ganze kann auch schnell eine Sucht werden. Es kann sich zu krass in eine Richtung entwickeln, die dann schon wieder ungesund ist. Bei mir hat es sich damals in diese Richtung entwickelt. Mein Leben hat sich nur noch um Sport und Essen gedreht. Und auch, wenn ich es damals abstritt..Das war nicht mehr gesund.

Früher, also damals, war Sport für mich einzig und alleine dazu da um abzunehmen.

Ich bin mehrmals die Woche laufen gegangen, habe so oft es ging ein Workout zu Hause eingebaut, bin Fahrrad gefahren, war Schwimmen und Reiten. Und generell habe ich viel zu wenige Kalorien zu mir genommen. Ich hatte Erfolg. Ich hatte super abgenommen. Aber dadurch bin ich in etwas reingerutscht, dass ein Stück von mir zerstört hat. Zu stark waren die Gedanken, die sich um meine Figur drehten. Zu oft habe ich über das Essen nachgedacht. Zu oft habe ich Sport gemacht, obwohl es mich nicht glücklich gemacht hat.

Damals..

Dazwischen

Was dazwischen kam war ein hartes Stück Arbeit. Ich werde heute noch immer ganz oft gefragt, wie ich es geschafft habe dorthin zu kommen, wo ich heute bin.

Und dann hat es Klick gemacht

Ich kann euch noch immer kein Geheimrezept sagen. Ich kann euch keine speziellen Tipps geben, wie man das schafft. Bei mir hat es irgendwann im Kopf einfach Klick gemacht. Ich wollte wieder mehr Essen. Wollte wieder mehr Leben. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Dass man selbst das einsieht und will. Denn wenn andere es dir vorschreiben oder Aussagen treffen wie „Du wirst immer dünner“, dann ist das für Menschen mit einer Essstörung nur eines: Eine Bestätigung. Man fühlt sich durch solche Aussagen toll. Weil die Arbeit sich bezahlt macht. Denn anderen Leuten fällt das ja auf. Dass sie sich allerdings Sorgen und das nicht als Kompliment gemeint ist, das kann man irgendwann nicht mehr unterscheiden.

Ich denke, dass der Wahn um die perfekte Figur auch viel mit dem Selbstvertrauen zu tun hat. Auch mit der Selbstliebe. Und generell damit, dass man Aufmerksamkeit haben möchte. Wer sich selbst über seinen Körper definiert, möchte auch, dass andere das tun – ergo Aufmerksamkeit. Das sind alles Probleme, die in einem drin statt finden. Ich möchte damit niemandem zu Nahe treten. Ich kann nur sagen, wie es bei mir war.

Ich habe mich da raus gekämpft. Aktiv etwas dagegen getan. Mich viel mit Meditation und meiner „inneren Mitte“ beschäftigt. Gelernt, dass es am Wichtigsten ist, dass ich mich selbst liebe. Meine Bedürfnisse vor die Bedürfnisse Anderer stellen. Das nichts und niemand das Recht hat mich auf meine Figur zu reduzieren. Dass es generell sowieso unwichtig ist, welche Kleidergröße man hat. Es war ein langer und harter Weg. Es gab immer mal wieder Rückschläge. Und es wäre eine glatte Lüge, wenn ich sagen würde, dass ich heute zu 100 % „geheilt“ bin. Ich glaube sowieso (bzw. wage es zu behaupten), dass 80 % der ganzen Mädels auf Instagram, die mal in so einer Essstörung steckten, immer irgendwie ein gestörtes Verhalten zum Thema Essen haben werden. Ich glaube, dass all diejenigen, die jetzt Selbstliebe verkörpern trotzdem nie zu 100 % „geheilt“ sind. Vielleicht zu 99 %. Aber wer sich so lange damit beschäftigt hat abzunehmen und wie viel Kalorien welches Essen hat, der wird das immer irgendwie im Hinterkopf behalten. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

Heute

Ich kann euch sagen, dass es auch heute noch Tage gibt, an denen ich darüber nachdenke sofort die nächste Saftkur zu machen, mich LowCarb zu ernähren, 7 Tage die Woche zum Sport zu gehen usw. Diese Gedanken habe ich meistens dann, wenn ich zyklusbedingt oder wetterbedingt Wasser einlagere und mich einfach fühle wie ein Walross. Manchmal denke ich den ganzen Tag so viel über Essen nach, dass ich einfach viel zu viel esse. Nicht intuitiv. Nicht weil ich Hunger habe. Sondern, weil ich darüber nachdenke und einfach Bock drauf habe. Dann habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, weil ich mir so viel Schokolade rein gepfiffen habe. Und dann kann ich manchmal nicht aufhören. Dann kommt die Raupe Nimmersatt durch und ich habe Heißhunger ohne Ende. Ja tatsächlich. Solche Tage gibt es bei mir immer noch. Weil ich nicht zu 100 % geheilt bin. Sondern vielleicht nur zu 99 %. Aber wisst ihr, auch hierbei kommt es wieder darauf an, wie man damit umgeht. Ich habe gelernt solche Tage zu akzeptieren. Ich weiß noch nicht, wie ich sie abstellen kann. Vielleicht gelingt mir das eines Tages.

Aber das ist alles ok. Ich habe gelernt mich selbst zu lieben. Egal, in welcher Phase ich gerade stecke. Ich kann über mich sagen, dass ich ein glückliches Leben führe. Ein erfülltes Leben. Ein Leben, in dem ich mich angekommen fühle.

Was Sport heute für mich bedeutet?

Heute ist Sport für mich pure Leidenschaft. Und Spaß. Und Abwechslung. Und Glück. Das Gefühl vollkommener Zufriedenheit.

Ich sehe Sport nicht als Mittel, um abzunehmen. Sport ist für mich so viel mehr. Ich liebe es mich auszupowern. Ich liebe es, neue Sportarten zu testen und somit meinen Muskeln neue Reize zu setzen. Überhaupt liebe ich Muskelkater. Das Gefühl etwas getan zu haben. Ich liebe es beim Sport zu schwitzen. Ich liebe das Gefühl währenddessen, selbst wenn ich mir denke „was zum Teufel tust Du da eigentlich“ und ich liebe das Gefühl danach. Dieses unbeschreibliche Glücksgefühl. Ich liebe es, dass Sport verbindet. Ich die Abwechslung. Ich liebe es, dass mein Rücken immer stärker wird und ich generell fitter werde. Ich brauche den Sport, weil er mich gesund und fit hält. Ich möchte nicht mega athletisch oder durchtrainiert sein. Und ja auch eine Speckschickt, die sich über meine Hose rollt interessiert mich dabei nicht. Ich könnte sicherlich noch mehr aus meiner Figur rausholen. Aber aktuell reicht mir das. Vielleicht kommt irgendwann eine andere Phase. Aber bis dahin mache ich so weiter. Mit voller Leidenschaft.

4 Comments

  1. Nora

    Februar 22, 2018 at 8:00 pm

    Ich habe letztens noch genau darüber nachgedacht. Ich denke auch, dass es nie komplett aufhören wird. Man muss wirklich versuchen diesen eigenen inneren Frieden finden 🙂 Tolle Worte!

    1. DaniBanani

      Februar 23, 2018 at 10:50 am

      Vielen Dank für deine lieben Worte ♥

  2. Sophia

    Februar 23, 2018 at 10:31 am

    Super starker und meiner Meinung nach ehrlicher Blog Beitrag ! Deine Sichtweise zurückführend auf deine Geschichte beeindruckt mich total, zumal ich persönlich selbst noch einen Weg für mich zur Selbstliebe finden muss inspirieren mich deine Ideen z.B. wenn es um Meditation geht. Ich denke auch das der Druck den wir uns als Gesellschaft selbst machen, um ständig Leistung zu bringen irgendwann zum Problem werden kann. Deshalb ist es ebenso wichtig Pausen, Entspannung z.B. durch Meditation o. Yoga einzubauen wenn man den Sport denn so liebt.

    Wie gesagt super Beitrag, werde öfter bei dir vorbei schauen !

    LG Sophia

    1. DaniBanani

      Februar 23, 2018 at 10:51 am

      Vielen dank, liebe Sophia für deine lieben und warmen Worte. Ich wünsche Dir, dass du bald am Ziel angekommen bist.
      LG Dani

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