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Hella Halbmarathon 2017

Es ist vollbracht. Ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen.
Auf Instagram habe ich ja schon etwas meine Eindrücke und Emotionen mit euch geteilt. Aber was wäre ich für ein Blogger, wenn ich das Ganze nicht auch noch einen Blogpost packen würde 😛

Ich habe mich die letzten Wochen wirklich sehr gut darauf vorbereitet. Ich habe ein paar Langstreckenläufe absolviert, habe Tempoläufe gemacht, normale Runden gedreht und ja, ich habe sogar das Intervalle laufen versucht (und bin kläglich gescheitert). Nach unserer längsten Distanz von 19,1 km war ich mir sicher: Ich schaffe das!! Ich fühlte mich also fit und ausreichend vorbereitet. In den letzten Tagen hat dann leider mein Fuß/Bein angefangen Probleme zu machen. Mein Muskel war einfach total verhärtet und hat geschmerzt. Also habe ich Freitag und Samstag nochmal entspannt und mein Bein geschont.

Was wäre ein Halbmarthon, wenn man ihn nicht mit einer Pastaparty beginnen würde 🙂 Birthe und ihr Freund haben mich zu sich eingeladen und gemeinsam mit einem weiteren Kumpel von den Beiden haben wir gestern fast 1 kg Nudeln vernichtet 😀 Währenddessen haben wir noch schön aber den Lauf gesprochen und überlegt, wie das wohl werden wird. Wir waren alle sehr gespannt 😉
Danach ging es für mich nach Hause und um 22 Uhr lag ich im Bett. Eine halbe Stunde später habe ich auch schon geschlafen. Als ich heute morgen aufgewacht bin (sogar noch kurz vor dem Wecker) fühlte ich mich ausgeschlafen und fit. Mal abgesehen von dem Regen, der da gerade nochmal alles gab, war ich also bereit.
Ich habe mich auch gar nicht verrückt gemacht, was ich frühstücken werde. Ich habe einfach das gegessen, das ich sonst auch immer esse. Denn ich wusste, das sättigt mich und bekommt mir gut. Nochmal auf’s Klo – und dann ging es auch schon los zum Treffpunkt: St. Pauli – Reeperbahn.

Und dann ging auch alles ganz schnell. Ich habe mir vorher keine Zielzeit gesetzt. Birthe und ich hatten beschlossen, dass wir uns in dem Startblock mit einer Zielzeit von 2:15h stellen werden. Eigentlich hatten wir auch vor zumindest den ersten Kilometer gemeinsam zu laufen und dann jeder sein eigenes Tempo.. Hat nicht sooo gut geklappt:-D
Auf einmal war ich weiter vorne, hatte Loreen aus der Laufgruppe neben mir und Birthe war bereits etwas hinter mir. Da wir ja vorher ausgemacht hatten, dass jeder sein eigenes Tempo läuft, habe ich mich auch nicht zurück fallen lassen, sondern bin weiter gelaufen.img_5370

Kilometer 1-8 vergingen super schnell. Wir hatten gute Laune, es war etwas schwül, aber es hat einfach Spaß gemacht. Alle waren motiviert. Auf dieser Strecke wurde auch das erste Mal mein Name gerufen: GÄNSEHAUT *.*

Zwischen Kilometer 8 und 9 hat sich meine Jana positioniert. Ich habe sie auch gleich entdeckt.. Umarmung abgeholt – weiter geht’s.

An den Landungsbrücken war die Stimmung richtig geil! So viele Leute. Und überall Musik und Trommeln. Gänsehaut, Gänsehaut und noch mehr Gänsehaut.
Weiter ging es..
Ab durch den Wallringtunnel. Das war einer meiner schönsten Momente. Alle Läufer haben geklatscht und sich selbst gefeiert und gegenseitig motiviert: GÄNSEHAUT!

Inzwischen waren wir bei Kilometer 13 und leider hat sich mein Fuß/Bein gemeldet. Trotz Tape.. Ich habe richtig gemerkt, wie der Muskel sich verhärtet und es einfach nur schmerzte. Ich wusste, es werden noch harte 8 Kilometer. Aber aufgeben war nicht drin. Zähne zusammenbeißen und weiter.

Dann kam auch schon der “Wendepunkt”. Einmal über die Kennedy-Brücke und dann wieder zurück, um an der Alster weiter zu laufen. Ich habe natürlich geschaut, ob ich jemand sehe, den ich kenne. Und tatsächlich.. Da hab ich Birthe wieder gesehen: GÄNSEHAUT!!

Ab Kilometer 15 wurde es nochmal richtig hart. Der kleine Regen war eine Erfrischung, der Seitenwind an der Alster jedoch nochmal eine zusätzliche Hürde. Und gefühlt ging es jetzt nur noch bergauf.
Die Läufer haben sich gegenseitig von Kilometer zu Kilometer motiviert (Da bekomme ich beim Schreiben gleich wieder Gänsehaut!)

Ab Kilometer 17 wurde “runtergezählt”. Nur noch 4 Kilometer. Nur noch 3 Kilometer. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Kilometern “Fuck” gesagt habe. 😀 Mein Bein wollte einfach nicht mehr. Aber mein Kopf sagte “weiter.. immer weiter“. Dann habe ich nochmal irgendwo meinen Namen gehört: DANKE!!! Neue Kraft.

Kilometer 19.. Yes. Alles was jetzt kommt, ist mehr, als Du jemals gelaufen bist Dani. Du schaffst das!!

Wann kommt endlich Kilometer 20?! Und wieso geht es jetzt nochmal bergauf. Wieso legt man das Ziel so, dass man am Ende nochmal bergauf laufen muss? Fuck..

Kurz vor’m Ziel habe ich nochmal meine Mädels Sina und Desi gesehen. Für ein Lächeln hat es leider nicht mehr gereicht.
Ich habe den Torbogen gesehen. Ein letzter Sprint war drin – auch da.. ein Lächeln nicht mehr. Und durch!

ICH HABE ES GESCHAFFT !!!
Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz gleich aus der Brust springt 😀 Aber das Gefühl hat sich nach ein paar Sekunden wieder gelegt.

Ich habe es tatsächlich getan. Ich bin einen Halbmarathon gelaufen. Wie geil ist das Bitte? In einer Zeit von 2:08 h. Mega gut oder?! Für meinen ersten Halbmarathon. Also ich bin sehr zufrieden mit mir und bin einfach nur stolz, dass ich es gerockt habe.
Meinem Bein gönne ich jetzt mal ein paar Tage Pause. Und dann geht’s wieder in die Laufschuhe.

Mein letzter Halbmarathon? Auf keinen Fall. Nächstes Jahr will ich aufjedenfall in Berlin mitlaufen *.*

Danke an euch alle. Für eure Unterstützung und eure aufbauenden Worte. Das bedeutet mir wirklich sehr sehr viel ♥
Wisst ihr, was ich am Schönsten finde? Dass Laufen so verbindet. Schon alleine durch die Laufgruppe, die Lou und Stefania ins Leben gerufen haben, hat man so viele liebe neue Menschen kennengelernt, die eine Leidenschaft teilen. Das ist so goldwert einfach.
Und natürlich mein Laufbuddy Birthe! ♥

 

 

  1. Janina-Michele

    Juni 25, 2017 at 8:25 pm

    Wow ein sehr schöner Bericht. Da packt einen doch wieder das Lauffieber. Das motiviert einen weiter zu machen um selber den Halbmarathon zu schaffen.
    Es freut mich total für dich, dass du trotz deines Wehwechens den Halbmarathon in einer so guten Zeit finishen konntest. Meinen Respekt 🙂

    1. Dani

      Juli 21, 2017 at 10:50 am

      Vielen vielen Dank dafür. Laufen ist einfach nur so toll. Kann meinen nächsten Lauf kaum erwarten *.*

  2. Talianna

    Juli 11, 2017 at 2:31 pm

    Herzlichen Glückwunsch zum Finishen!

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