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Hamburg Marathon – mein 1. Staffellauf

Run the blue line..

Hamburg im Ausnahmezustand.
Am 23.04.2017 wurde alles rund um die Alster, die Reeperbahn, den Hafen, City Nord und die Messe gesperrt.
Grund dafür war der 32. Haspa Marathon. Mein erster Marathon, den ich miterleben durfte. Und mein erster Marathon, an dem ich teilgenommen habe.. Zumindest als Staffel 🙂 Und das Ganze auch noch ziemlich spontan..

Wie kam das?
Wer mir bei Instagram folgt weiß, dass ich 3-4 Mal die Woche laufen gehe. Montags und Mittwoch sind immer unsere „Rundays“. Da geht’s mit Desi und Sina um die Alster. Wir haben daraus eine Routine gemacht und verbessern uns von mal zu mal.
Noch nicht mal 2 Wochen vor dem Marathon hat Lou von Fit Trio Startplätze für die Staffel verlost. Da haben wir doch glatt mal mitgemacht. Und tadadaaaaa Sina hat tatsächlich gewonnen. 🙂
Schnell war klar, wer welche Distanz läuft.
Desi die 16,3 km, Sina die 9,4 km und ich die 11,2 km. Jeder hat eine Distanz gewählt, die für ihn kein Spaziergang ist und ihn herausfordert. Als 4. Staffelmitglied hat sich Sina’s Freund dazu bereit erklärt die 5,4 km zu laufen.

Der Marathon-Tag
Nachdem wir am Samstag noch eine kleine Pasta-Party veranstaltet und alle Wechselpunkte durchgesprochen haben, waren wir bereit.
Um 06:30 Uhr klingelte der Wecker.
Auf dem Weg zum Messegelände und den Startblocks haben wir uns den anderen Marathonläufern angeschlossen. Es war so aufregend. Da kam sogar mal kurz die Sonne raus – dicht gefolgt von Hagel und Regen. Wir hatten alles dabei.
Nachdem Desi ihre 16,3 km startete, machten wir uns auf den Weg zu den Landungsbrücken, um die ersten Läufer anzufeuern. Es war unglaublich, wie schnell einige Läufer waren. Kurz nachdem wir dort angekommen sind, kamen die ersten auch schon. Die Stimmung war gigantisch. Trotz Ekelwetter waren unheimlich viele Zuschauer an der Strecke und haben angefeuert was das Zeug hielt.

Ich war als Nächste dran. Nachdem Desi richtig Gas gegeben hat, habe ich mich dann doch schon auf den Weg zum Jungfernstieg gemacht und habe nicht, wie geplant, gewartet, um sie anzufeuern.
Gut so! Denn natürlich musste ich nochmal auf Toilette und da stand ich dann erstmal noch schön in der Schlange. Desi hat mich via WhatsApp auf dem Laufenden gehalten, wie weit sie es noch hat. Fast an der Alster – oje. Jetzt schnell in die Startbox. Und keine Minute später war sie auch schon da. Chip um meinen Fuß und los..
Nachdem ich noch ewig mit meinen Kopfhörern rumhantiert habe, habe ich mich dann doch dazu entschlossen ohne Musik zu laufen. So konnte ich das drum herum auch noch viel besser wahrnehmen.
Das einzige was jedoch in meinem Kopf war, war „Lauf nicht zu schnell los. Lass dich nicht zu sehr mit ziehen. Du musst schließlich 11 km durchhalten“

Meine bisher weiteste Distanz waren 15 km. Sonst laufen wir immer zwischen 7 und 9 km. Die 11 km waren für mich also definitiv eine Herausforderung. Dann auch noch auf einem anderen Boden (Straße) als sonst.

Meine größte Angst, dass ich während des Laufens auf Toilette muss, ist zum Glück nicht wahr geworden. Ehrlich gesagt hab ich nicht einmal daran gedacht, während des Laufs. Generell dachte ich einfach nur „Schritt für Schritt. Noch ein Kilometer. Und weiter.“
Das Feeling war unbeschreiblich. Überall standen Zuschauer, die dich angefeuert haben oder mit dir abklatschen wollten. Da habe ich mich doch auch mal dazu hinreißen lassen einem Kind „High Five“ zu geben 🙂
Musik gab es auch immer mal wieder und Trink-/Essensstationen ebenso. Besonders fasziniert hat mich, dass es Bananen gab, die bereits in mundgerechte Stücke geschnitten waren. Witzig 🙂

Nachdem ich am nächsten Staffelwechselpunkt von Rike in Empfang genommen wurde, ging es weiter an die Alster. Von dort aus dann mit Desi zusammen zum Ziel. Ein paar hundert Meter davor konnten die restlichen Staffelläufer zum letzten Staffelläufer dazu stoßen, um dann gemeinsam ins Ziel zu laufen.
Und genau das haben wir auch getan. Hand in Hand sind wir die letzten Kilometer zusammen gelaufen und sind uns danach in den Armen gelegen und haben abgeklatscht.

Geschafft! Den ersten Staffellauf bei einem Marathon haben wir in einer Zeit von unter 4 Stunden absolviert (kein Vergleich zu den Marathonläufern, die das komplette Ding in 2,5 h rocken 😀 )

Das Feeling danach? Absolut überwältigend. Es ist ein unglaublich tolles Gefühl mit so vielen anderen Menschen gemeinsam zu laufen. Vom Straßenrand von wildfremden Menschen angefeuert zu werden und einfach als Team gemeinsam an einem Wettkampf teilzunehmen. Es war großartig. Ein Erlebnis, das jeder Läufer einmal mitmachen sollte.

Mein nächstes Ziel?! HELLA HALBMARATHON 🙂

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